Greenpeace Energy fordert raschen Erneuerbaren-Ausbau in Braunkohleregionen„Die Bundesregierung muss diese Potenziale dringend nutzen“

Das Bundeskabinett befasst sich in seiner heutigen Sitzung mit der Umsetzung des Kohlekompromisses und will die mit den betroffenen Bundesländern verhandelten Eckpunkte des Strukturstärkungsgesetzes beschließen. Diese sehen u.a. Strukturhilfen für die betroffenen Braunkohle-Länder sowie mögliche Entschädigungszahlungen für das Abschalten von Kohlekraftwerken und die Stilllegung von Tagebauen an die Betreiber vor. Während über die geplanten Strukturhilfen und eventuelle Entschädigungen schon intensiv debattiert wurde, ist über den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren in den Braunkohlerevieren bislang nichts Konkretes bekannt. Es kommentiert Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy:

„Die Bundesregierung muss nicht nur den Ausstieg aus der Kohle organisieren – und zwar deutlich früher als bis 2038. Ebenso dringend müssen auch die Erneuerbaren ausgebaut werden, sonst sind die deutschen Klimaziele nicht zu erreichen. Dafür bieten die Tagebauflächen in den Braunkohleregionen enorme Potenziale. Alleine auf den RWE-Flächen im Rheinischen Revier können mehr als acht Gigawatt an Wind- und Solaranlagen gebaut werden*. Wenn die Bundesregierung und die Landesregierungen den Kohlekompromiss ernsthaft umsetzen wollen, müssen sie gesetzlich festschreiben, dass auf den vormaligen Braunkohle-Tagebauflächen erneuerbare Energien rasch und in großem Umfang errichtet werden. Wir können es uns nicht leisten, diese Chance zu verpassen.“

* laut Analyse für Greenpeace Energy

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